Erfolgsfaktor - Übungsvielfalt

Übungsvariationen
Um nun im Rahmen eines wohldurchdachten Krafttrainings eine körperliche „Rundum- Leistungsfähigkeit“ zu erreichen, ist die Nutzung eines großen Übungspools erforderlich und sehr zu empfehlen. So bedeutet auch nur die geringste Übungsvariation z.B. eine neue Herausforderung für das nervale System sowie die Aktivierung anderer motorischer Einheiten. Es kommt zu weiteren Kraft- und Muskelvolumensteigerungen sowie zu einer unterschiedlichen Beanspruchung der Bindegewebs-strukturen, um nur einige positive Aspekte zu nennen. Hinzu kommt der nicht zu unterschätzende mentale Aspekt! Häufige Abwechslungen erhöhen erfahrungsgemäß die Trainingsmotivation und damit die wichtige Trainingsregelmäßigkeit! Wie das in der Praxis ausschauen kann, wird im Folgenden grob aufgeführt:

 Zeit- und Effektivitätsgewinn
So bietet es sich an, von Trainingswoche zu Trainingswoche und sogar von Training zu Training einzelne Übungen regelmäßig zu variieren bzw. auszutauschen. So können zum Beispiel alle vier bis acht Trainingseinheiten die Übungen pro Körperbereich gewechselt werden. Bei der Vielfalt der Übungen (großer Übungspool) und hinsichtlich der Zeitlimitierung eines einzelnen Krafttrainings  - von meist einer Stunde - sind regelmäßige Übungsvariationen aufgrund unterschiedlicher Anpassungen der Effektivitätsfaktor schlechthin.

Fazit: Wenden Sie viele unterschiedliche funktionelle Krafttrainings-Übungen an, können Sie u.a. exakte körperregionale Ziele besser erreichen - so z.B. gezielt die Fußdämpfung muskulär verbessern. Körperbereiche die trainingsseitig meist zu kurz kommen - denken wir z.B. an die Halswirbelsäule oder den Fuß-/Sprunggelenksbereich - können mit integriert werden und sorgen somit für eine körperliche Rundum- Leistungsfähigkeit.

Sie werden bei akuten Schmerzen mit präzisen Übungsvariationen reagieren und bei chronischen Schmerzen ausreichende Trainingsreize  - bei minimaler Belastung -  der schmerzenden Region setzen können. So kann eine von Ärzten meist empfohlene Trainingspause entfallen!

Beispiel: Nichtlineare Periodisierung (innerhalb eines Mikrozyklus = eine Woche) für eine Übung(en)

  Montag Mittwoch Freitag
Widerstand

8-10 Wiederholung

3-15 Wiederholung 12-15 Wiederholung
Satzanzahl 3-4 4-5 3-4
Pause 2 min. 3-4 min. 1 min.


Weitere Variationen der Trainingsparameter in der demnächst erscheinenden Online-Bibliothek! Oder schreiben Sie mir.

Ihr
Stefan Krause

Schlüsselwörter: Rundum- Leistungsfähigkeit, präzise Übungsvariationen, Zeit- und Effektivitätsgewinn

Quellen: (1) Brenke H. Trainingsmethodische Hinweise zur Vermeidung von Schäden am Stütz- und Bewegungsapparat, Med. und Sport (2) Tittel K. Funktionelle Anatomie des Menschen (3) Gespräche und Workshops Dr. Gottlob Institut (4) Pschyrembel, de Gruyter 1998 (5) Zatsiorsky M. Krafttraining - Praxis und Wissenschaft. Meyer & Meyer 1996 (6) J. Weineck Optimales Training 15. Auflage.